| Ein LBBler erzählt:
Die 18. German Masters der Landesbanken und Sparkassen, das größte
Turnier der "Bänker-BSGen", fand dieses Jahr bereits
zu Pfingsten in Saarbrücken statt.
Bereits zum dritten Mal in Folge haben wir es geschafft, uns mit
beiden Mannschaften für die German Masters zu qualifizieren.
Während sich das Team der Landesbank die Teilnahme durch den
Turniersieg beim Qualifikationsturnier in Torgau-Oschatz sichern
konnte, qualifizierte sich das Sparkassenteam als fleißiger
Punktesammler. Entsprechend zahlreich traten wir dann auch die Zugfahrt
an. Klar blieben die Kehlen nicht lange trocken. Nach der einen
oder andere Flasche Sekt, etwas Selbstgebranntem von Herrn K. war
die Stimmung entsprechend gut als wir um 1 Uhr nachts am Saarbrücker
Hauptbahnhof ankamen. Allerdings forderte das Geschaukel des Zuges
auch erste Opfer - Lutz und Sabine.
Mit einem Kleinbus und einem Privat-PKW brauchten uns die Saarbrücker
dann auch in unser Hotel. Während der Fahrt eröffnete
man uns dann, dass wir doch um 7.40 Uhr mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln zur Halle fahren müssten, da der versprochene
Shuttle-Service für die Mannschaften ohne Auto nicht gewährleistet
werden konnte. Nach einer kurzen Beratung beschlossen wir dann dieses
freundliche Angebot unsererseits abzulehnen, da das ebenso ein Umsteigen
(in einer fremden Stadt ohne Plan der öffentlichen Verkehrsmittel)
und eine mehr als kurze Nachtruhe bedeutet hätte und buchten
kurzerhand Taxis. So sollte es im wesentlichen auch das ganze Wochenende
sein. Eine Vorab-Info hätte uns daher eine Menge Mehrkosten
erspart und hätte uns vielleicht eine andere Lösung finden
lassen.
Sei es drum... Pünktlich zur Begrüßung stand das
Team der LBB in der Halle. Unser Sparkassen Team fuhr direkt zu
ihrer Spielhalle, um unnötige Taxikosten zu vermeiden. Neben
der obligatorischen Begrüßungsrede, gab es eine Showeinlage
einer Tanzgruppe sowie eine mehr als akrobatische Gymnastikvorstellung
einer jungen Nachwuchssportlerin, die für Beeindruckung bei
den Zuschauern sorgte. Nach Klärung weiterer organisatorischer
Details ging es dann in die ersten Vorrundenspiele.
In der Vorrunde war die Stadtsparkasse Wuppertal unser erster Gegner.
Ausgestattet mit einem sprunggewaltigen Angreifer, der eigentlich
Zuspieler in der zweiten Liga ist, versprach dieses Spiel auch gleich
ein Schlüsselspiel für uns zu werden, wenn wir vorn mitspielen
wollten. Schlechte Turnierstarts in der Vergangenheit im Hinterkopf
gingen wir hochkonzentriert in dieses Spiel. Der erste Satz konnte
relativ knapp gewonnen werden. Im zweiten Satz wechselte der Gegner
und somit ging auch dieser Satz an uns. Im zweiten Vorrundenspiel
wartete ein guter alter Bekannter, die OSPA aus Rostock. In der
Vergangenheit konnte wir hier eigentlich immer gewinnen. So auch
dieses Mal. Allerdings muss man den Rostockern an dieser Stelle
ein großes Lob aussprechen - sie haben uns das Leben wirklich
nicht leicht gemacht. In einer anderen Vorrundengruppen wäre
sicher noch mehr für die OSPA drin gewesen, die am Ende Dritter
in unserer Gruppe wurde und das Turnier als 26. beendete. Dies zeigt
auch, dass das Leistungsniveau der Team immer ähnlicher wird
und es kaum noch "leichte" Spiele gibt. Das ist gut so,
garantiert es doch Spannung und packende Begegnungen bei den Turnieren.
Als Sieger unserer Vorrundengruppe kamen wir dann in der Zwischenrunde
in eine Vierergruppe mit der Sparkasse Rhön-Rennsteig, der
HSH Nordbank Hamburg und der Sparkasse Parchim-Lübz. Durch
hohe Konzentration und gutes Teamplay konnten wir unsere ersten
beiden Spiele gegen die Suhler und die Hamburger relativ deutlich
gewinnen. Mit vier Punkten und dem sicheren Wissen für die
Endrunde qualifiziert zu sein, ging es dann gegen Parchim-Lübz,
die ebenfalls ihre zwei Spiele gewinnen konnten.
In den ersten Ballwechseln wogte das Spiel hin und her. Wir versuchten,
konzentriert und mit dem entsprechenden Einsatz ans Werk zu gehen.
Nur leider hatten wir ein Problem: unsere Annahme. Jedes Mal, wenn
wir den Satzstand ausgleichen konnten, erhöhte Parchim durch
Sprungaufgaben und beeindruckend frei aufspielende Nachwuchskräfte
den Druck und arbeitete einen Vorsprung heraus. So gingen beide
Sätze auch verdientermaßen an die Parchimer, die damit
die Zwischenrunde in unserer Gruppe als erster beendeten.
Vieles sprach dafür, dass Parchim mit der gezeigten Leistung
ein heißer Kandidat fürs Finale war. Das mussten sie
dann auch am nächsten Morgen im K.O.-Spiel für die Teilnahme
an der Endrunde der besten 6 Teams unter Beweis stellen. Gegner
war die Sparkasse Hagen, die durch eine unglaubliche Bescheidenheit
und Zurückhaltung auffällt. Die Hagener waren an diesem
Morgen deutlich besser aus dem Bett gekommen und waren hellwach
als sie mit großem Kampf den ersten Satz mit 14 Punkten Vorsprung
gewinnen konnten. 14 Punkte sind eine ganze Menge, wenn man bedenkt,
das ein Satz auf nur 12 Minuten gespielt wurde. Entsprechend schwer,
wenn nicht sogar unmöglich sollte es sein, einen solchen Vorsprung
wieder aufzuholen. Die Parchimer gaben alles, steigerten sich, stellten
die vielen Eigenfehler des ersten Satzes ab und erarbeiteten sich
einen 9 Punkte Vorsprung im zweiten Satz. Aufgrund der besseren
Ballpunktedifferenz war somit Hagen auch verdient in die Runde der
besten 6 eingezogen.
Unser Gegner für das K.O.-Spiel war die Kreissparkasse Löbau-Zittau.
Wir wußten, dass jedes Spiel am heutigen Tage ein Endspiel
für uns sein würde und gingen entsprechend motiviert ins
Spiel. Durch ein konzentriertes Spiel und die Nutzung aller taktischen
Möglichkeiten konnten wir den ersten Satz mit 6 Punkten Vorsprung
für uns entscheiden. Der zweite Satz zeichnete sich durch einen
verbissenen Kampf um jeden Ball auf beiden Seiten des Netzes aus.
Zum Ende des Satzes schien uns schon die Luft auszugehen, als die
stark spielenden Zittauer einen 5-Punkte-Vorsprung herausgearbeitet
hatten. In den letzten beiden Minuten des Satzes konnten wir das
Blatt dann doch noch einmal wenden und den Rückstand auf 2
Punkte verkürzen. So waren wir mit dem Abpfiff mehr als glücklich
in die Endrunde der letzten 6 eingezogen zu sein.
Zeit zum Luft holen blieb nicht, hieß es doch gleich nach
dem Spiel: Landesbank Berlin bitte auf Feld 2 gegen die Kreissparkasse
Merseburg-Querfurt, unseren ersten Endrundengegner. Auch dieses
Spiel war wieder mal kein leichtes, mußten wir doch alle spielerischen
und taktischen Register ziehen, um das Spiel letztlich gegen einen
entnervten Gegner zu gewinnen. An dieser Stelle nochmal ein Sorry
wegen der Auszeit, aber wir hatten nun mal eine und die wollten
wir auch nehmen ;-).
Mit deutlichen Ermüdungserscheinungen nach diesen zwei schweren
Spielen hieß es dann auch gleich direkt nach dem Schlusspfiff:
Landesbank Berlin bitte auf Feld 3. So traten wir zu unserem dritten
Spiel in Folge an. Der Gegner aus München, die KSK, ließ
uns keine Zeit zum Luft holen, baute den entsprechenden Druck auf
und führte schnell im ersten Satz. Nach einer Auszeit und der
entsprechenden Motivation durch den Coach und der Beschwörung
des Teamgeistes lief es spielerisch besser für uns, so dass
wir den Satz mit 15:12 gewinnen konnten. Mit drei gewonnenen Sätzen
aus 2 zu bestreitenden Spielen, war das Halbfinale in greifbarer
Nähe. So wechselten wir im zweiten Satz durch. Leider konnte
die Spielerkonstellation durch mangelnde Abstimmung untereinander
und Unstimmigkeiten, über die vom Coach durchgeführten
Wechselmaßnahmen, nicht ins Spiel finden und verlor klar mit
8:23. Statt sich über den Einzug ins Halbfinale zu freuen,
schien die Stimmung im Team plötzlich umzuschlagen. Aus diesem
Grund fand sich die gesamte Mannschaft zu einer Aussprache vor der
Halle ein. Die Gründe für die Unstimmigkeiten wurden besprochen
und man besann sich wieder darauf, warum man nach Saarbrücken
gefahren war: um Volleyball zu spielen.
Im Halbfinale erwartete uns dann die KSK Hagen, die ja schon Parchim
alle Titelträume genommen hatte. Das Team um Martin wirkte
erschöpft und konnte aus der Verwirrung über unsere Aufstellung
zu Satzbeginn keinen Vorteil ziehen. Mit großen Kampf konnten
wir gegen die Hagener gewinnen, die zu keinem Zeitpunkt aufgaben
und uns alles abverlangten.
Superglücklich feierte unser Team die zweite Finalteilnahme
bei den German Masters seit 1997. Wirklich keiner im Team hatte
wohl ernsthaft damit gerechnet, waren wir doch ohne einige wichtige
Spieler angereist. Entsprechend stolz waren wir bei der Ankündigung
der Mannschaften im Finale. Gegner war kein geringerer als die Sparkasse
Vogtland - der Titelverteidiger.
Wir versuchten alles zu geben. Angefeuert vom Team der Berliner
Sparkasse konnten wir zeitweise einen 4-Punkte-Vorsprung herausarbeiten.
Doch die Vogtländer wußten ebenso um ihre Chance. Angefeuert
vom Publikum plazierte Matthias von den Vogtländern eins um
andere Mal seine Hinterfeldangriffe in unserem Spielfeld. Dagegen
fanden wir kein Mittel, so dass der Satz bei 20:20 wieder ausgeglichen
war. Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit reichte, um Vogtland
auf 23:21 davonziehen zu lassen. Auch eine Auszeit konnte die 25:21
Niederlage im ersten Satz nicht verhindern. Wir wussten, dass es
im zweiten Satz umso schwerer werden würde, konnte Vogtland
doch jetzt etwas befreiter aufspielen. Immer wieder schlugen die
Hinterfeldangriffe auf unserer Seite ein. Wir selbst verstanden
es nicht, den notwendigen Druck über außen zu erzeugen,
obwohl wir aus einer stabilen Annahme agierten und unsere Zuspieler
wie auch bei den Vogtländern gute Pässe stellten. Der
zweite Satz endete dann mit einer Sprungaufgabe, die durch eine
leichte Deckenberührung den Punktgewinn für den verdienten
alten und neuen Champion - die Sparkasse Vogtland - brachte. Wir
gratulieren Vogtland zu der erfolgreichen Titelverteidigung und
bedanken uns bei allen, die uns angefeuert haben.
Am Abend ging es dann zur Saarlandhalle, wo die Players-Night stattfinden
sollte. Erste Überraschung war die Getränkekarte, auf
welcher wir "anspruchsvolle" Preise entdecken konnten.
Die extreme Hitze in den Räumlichkeiten sowie das späte
Essen um 21 Uhr nach bereits erfolgter Anreise um 19.30 Uhr sorgte
für weiteres Unbehagen. Die Siegerehrung war dann auch für
22.30 Uhr anberaumt. Bis dahin mußten wir uns selbst mit Musik
versorgen, also gewissermaßen altbekannte Hüttenschlager
trällern, da der DJ noch nicht im Dienst zu sein schien. Nach
einer relativ lieblosen Siegerehrung, auf der eher die Mannschaften
für Stimmung sorgten (Wir-wolln-die-Raupe-sehen...), präsentierte
sich der Überraschungsausrichter der 19. German Masters: die
KSK München-Starneberg (www.bsg-kskms.de).
Die Präsentation der Münchener beeindruckte viele im Saal
und zeigte, über welche Erfahrungen die Münchener verfügen,
hatten sie doch nur knappe 8 Wochen Zeit, entsprechende Vorbereitungen
zu treffen.
Am nächsten Morgen traten wir dann wieder unsere Rückreise
nach Berlin an. Als Fazit bleibt aus unserer Sicht: sportlich war
Saarbrücken eine Reise wert. Nur beim "Drumherum"
haben wir ein wenig das Gefühl vermisst, bei deutschen Meisterschaften
zu sein. Wir möchten trotzdem allen Organisatoren für
die geleistete Arbeit unseren Dank aussprechen.
Autor: Dirk Radosta
Aus der Sicht eines Spk-lers:
Mit der 2. Mixed-Mannschaft zu Pfingsten im Saarland
Wieder einmal hieß es für die gemischte zweite Mannschaft der Berliner Sparkasse, die Ehre bei den deutschen Meisterschaften zu verteidigen. Unsere regelmäßigen Leser wissen bereits, dass sich seit 1987 alljährlich volleyballverrückte Sparkassen und Landesbanken finden, um den deutschen Mixed-Meister zu ermitteln. Also gings per Bahn nach Saarbrücken, wo wir unterwegs einen ICE-Großraumwagen mehrheitlich besetzten und damit gleichzeitig die Stimmung im Waggon Olympiastadion-ähnlich wurde. Schließlich musste die Vorfreude auf das sportliche Großereignis gemeinsam mit unserer ersten Mannschaft von der LBB genossen werden. Die vier Stunden bis Frankfurt/Main vergingen für uns wie im Fluge (und die anderen Fahrgäste machten wahrscheinlich drei Kreuze…).
Der Rest der Strecke wurde im sogenannten Schaukelexpress zurückgelegt: ein moderner Vorortzug der DB schlingerte zwei Stunden durchs Rhein- und Saartal bis zum Ziel. Das ist leider einigen von uns nicht so gut bekommen. Deshalb ein Verbesserungsvorschlag an die DB: legt „scarfbags“ aus. Wer nicht weiß was das ist, sollte mal ans Fliegen denken!
Wir erreichten dann gegen 0.30 Uhr das Novotel am Stadtrand von Saarbrücken. Wie wir einige Tage später von einem kundigen Taxifahrer lernten, befindet sich nur wenige hundert Meter entfernt die deutsch-französische Grenze und dort der Spicherer Berg, auf dem Napoleon 1870 vorentscheidend von preußischen Truppen geschlagen wurde. Ob das ein gutes Omen für uns war?
DABEI SEIN IST ALLES lautete unser (unausgesprochenes) Motto. Der Anspruch der Sparkassenmannschaft ist jedes Mal hoch (O-Ton Ingo: „…und vorne möchte ich eine zwei sehen!“). Die Realität bedeutete dann: wieder nur in acht Spielen zwei Mal gewonnen und vorne nur eine drei erreicht. Aber der Reihe nach!
In der Vorrunde am Samstag traten wir frisch und fröhlich gegen Essen und Parchim-Lübz an (ja, das sind die mit dem Leuchtturm-Bier aus der Werbung!) … und verloren erstmal beide Spiele jeweils 0:2. Toll! Aber wir kannten unser anfängliches Leistungsloch ja aus den Vorjahren und so erklärten wir diese beiden Mannschaften zu übermächtigen Gegnern (die am Ende den 10. und 19. Platz belegten).
Nach einem Hallenwechsel hieß es, den Schweinfurtern und Kaufbeurern in der Zwischenrunde zu zeigen was eine Harke ist. Alle gaben ihr Bestes (oder glaubten es zumindest…). Eine spektakuläre Aktion jagte die andere. Katrins megamäßiger Schmetterball in den 3-Meter-Raum machte alle sprachlos – sie hämmerte den Ball nämlich auf unsere eigene Spielfeldhälfte!!! So stellte sich der Erfolg auch nur teilweise ein. Beide Spiele gingen 1:1 aus. Da zählten dann die Satzpunkte und wir verloren mit nur 4 bzw. 5 Punkten Unterschied auch diese beiden Spiele. Das war steigerungsfähig!
Zunächst aber besuchten wir einen italienischen Abend in einer der Sporthallen. Dort wurden bei leckerem Pastabuffet und typisch südeuropäischen Getränken (z.B. Becks…) die sportlichen Leistungen analysiert und die teilweise jahrelangen Kontakte zu den anderen Mannschaften gepflegt (Prost!). Ein Teil von uns besuchte stattdessen die langjährigen Volleyball-Freunde in Großblie in Frankreich, das ganz in der Nähe liegt. Auch dort wurde ein netter ausgelassener Abend gefeiert.
Am Sonntagmorgen verfolgten wir das Ziel: ALLES WIRD GUT! Die Spiele vom Vortag waren vergessen. Neue Aufgaben warteten auf uns: Rostock und Torgau wollten besiegt werden! Dachten wir jedenfalls. Unerklärlicherweise wehrten sich die Gegner jedoch und wieder spielten wir zweimal 1:1. Und die Satzpunkte entschieden wieder gegen uns: nur drei und EIN (!) Punkt weniger als unsere Gegner. Andere nennen das Schicksal, so fügten wir uns in eben dieses. Am Mittag ging es in die Endrunde: Kampf um die Plätze 30 bis 34!
Und auch hier waren wir wirklich mit Spaß an der Freude dabei und unterlagen zunächst der Hamburger Sparkasse. Im letzten Spiel gings dann nochmals gegen Schweinfurt. Nach einem klaren 2:0 errangen wir souverän den 31. Platz…;-))
Ganz besonders zu erwähnen ist, dass wir bei diesem Turnier nur mit der Mindestanzahl Spielerinnen anreisen konnten, da alle andere Damen unabkömmlich waren. EIN GROSSER DANK AN KAREN, KATRIN UND MAGGIE, die in acht Spielen mit zusammen fast drei Stunden Spielzeit alles gegeben haben. Als Zeichen der grenzenlosen Bewunderung dieser tollen Leistung warfen sich nach dem letzten Spiel alle Herren unserer Mannschaft den Damen im Hechtbagger zu Füßen und spendeten minutenlang Applaus. Leider versagten in diesem Moment die Kameras der internationalen Sportpresse, so dass dieses denkwürdige Ereignis leider nicht im Bild festgehalten wurde…
Am Nachmittag wurde aufgrund des guten Wetters der kleine Pool des Novotels von sehr, sehr vielen Spielern aller Mannschaften heimgesucht. Entsprechend ruhig ging es dort zu. Abends führte der Bus-Shuttle alle zur Players-Night in die Saarlandhalle. Da die eigentliche Halle wohl zu groß für die schätzungsweise 400 Gäste war, fand das Essen und die Siegerehrung in einem Vorraum statt. Er hatte den Charme eines Verbindungsganges zwischen zwei Messehallen und so kam auch wenig Stimmung auf.
Nur ein Tisch, der unbeugsam allen Versuchen trotzte die Stimmung zu töten, gab sein Bestes: die BERLINER sangen was das Zeug hielt!!! Unser Repertoire war mäßig. Es enthielt zunächst nur den schulbekannten Song: WIR HABEN HUNGER, HUNGER, HUNGER…. Der Nebentisch aus Hamburg war auch nicht stimmschwach und legte mit deutlichen Worten nach. Sie sangen irgendwas von DURST, DURST, DURST. So sah sich der Veranstalter nach etwa einer halben Stunde genötigt, dem unkoordinierten Lärm durch die Eröffnung des Buffets ein Ende zu bereiten.
Aber er hatte die Rechnung nicht mit unserem Christian gemacht. Nachdem auch lange nach dem Essen wieder nichts passierte, außer dass der Diskjockey am anderen Ende Musik in Zimmerlautstärke spielte, übernahm er die Chorleitung. Er führte mit einer unerhörten Textsicherheit durch die komplette Liederfibel aus der Schulzeit. Die Kehlen wurden rauer und der Getränkeumsatz höher. Vorne wurden erste Bewerbungen für die Fischer-Chöre angenommen.
Am Ende waren nach der Siegerehrung und der wirklich netten Präsentation des nächsten Ausrichters Kreissparkasse München alle so geschafft, dass man erst einmal ausgiebig tanzte (der DJ hatte den Verstärker gefunden!). Man sollte nicht glauben, welche Tanzwut nach zwei Tagen Sport in vielen noch steckte. Dank eines permanenten Bus-Shuttles zurück zu den Hotels konnte auch dieser Tag irgendwann gemütlich beendet werden.
Die Heimreise am Pfingstmontag verlief naturgemäß relativ ereignislos. Weder der Schaukelexpress war eine echte Herausforderung, noch nahmen wir die extra unseretwegen im ICE-Großraumwagen installierten Lärmschutzwände wahr. Gegen 18 Uhr hatte uns die Hauptstadt wieder. Auf Katrins Nachfrage wollte sich seltsamerweise fast niemand zum allwöchentlichen Training am Mittwoch einfinden. Wahrscheinlich hatten wir einfach zuviel gesungen und getanzt… ABER SPASS HATS GEMACHT. Bis zum nächsten Mal!
Euer Schattenwerfer
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