18. German Masters in Saarbrücken

   
 


Allgemeine Turnierdaten
Termin: 29.05.-30.05.
Turnierart:   German Masters im Mixedvolleyball der Landesbanken und Sparkassen
Platz:   2 (Team LBB)
31 (Team Spk Berlin)
Urkunde und Bilder
Urkunde: folgt
Bilder:   keine
Der Turnierbericht

Ein LBBler erzählt:
Die 18. German Masters der Landesbanken und Sparkassen, das größte Turnier der "Bänker-BSGen", fand dieses Jahr bereits zu Pfingsten in Saarbrücken statt.
Bereits zum dritten Mal in Folge haben wir es geschafft, uns mit beiden Mannschaften für die German Masters zu qualifizieren. Während sich das Team der Landesbank die Teilnahme durch den Turniersieg beim Qualifikationsturnier in Torgau-Oschatz sichern konnte, qualifizierte sich das Sparkassenteam als fleißiger Punktesammler. Entsprechend zahlreich traten wir dann auch die Zugfahrt an. Klar blieben die Kehlen nicht lange trocken. Nach der einen oder andere Flasche Sekt, etwas Selbstgebranntem von Herrn K. war die Stimmung entsprechend gut als wir um 1 Uhr nachts am Saarbrücker Hauptbahnhof ankamen. Allerdings forderte das Geschaukel des Zuges auch erste Opfer - Lutz und Sabine.
Mit einem Kleinbus und einem Privat-PKW brauchten uns die Saarbrücker dann auch in unser Hotel. Während der Fahrt eröffnete man uns dann, dass wir doch um 7.40 Uhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Halle fahren müssten, da der versprochene Shuttle-Service für die Mannschaften ohne Auto nicht gewährleistet werden konnte. Nach einer kurzen Beratung beschlossen wir dann dieses freundliche Angebot unsererseits abzulehnen, da das ebenso ein Umsteigen (in einer fremden Stadt ohne Plan der öffentlichen Verkehrsmittel) und eine mehr als kurze Nachtruhe bedeutet hätte und buchten kurzerhand Taxis. So sollte es im wesentlichen auch das ganze Wochenende sein. Eine Vorab-Info hätte uns daher eine Menge Mehrkosten erspart und hätte uns vielleicht eine andere Lösung finden lassen.
Sei es drum... Pünktlich zur Begrüßung stand das Team der LBB in der Halle. Unser Sparkassen Team fuhr direkt zu ihrer Spielhalle, um unnötige Taxikosten zu vermeiden. Neben der obligatorischen Begrüßungsrede, gab es eine Showeinlage einer Tanzgruppe sowie eine mehr als akrobatische Gymnastikvorstellung einer jungen Nachwuchssportlerin, die für Beeindruckung bei den Zuschauern sorgte. Nach Klärung weiterer organisatorischer Details ging es dann in die ersten Vorrundenspiele.
In der Vorrunde war die Stadtsparkasse Wuppertal unser erster Gegner. Ausgestattet mit einem sprunggewaltigen Angreifer, der eigentlich Zuspieler in der zweiten Liga ist, versprach dieses Spiel auch gleich ein Schlüsselspiel für uns zu werden, wenn wir vorn mitspielen wollten. Schlechte Turnierstarts in der Vergangenheit im Hinterkopf gingen wir hochkonzentriert in dieses Spiel. Der erste Satz konnte relativ knapp gewonnen werden. Im zweiten Satz wechselte der Gegner und somit ging auch dieser Satz an uns. Im zweiten Vorrundenspiel wartete ein guter alter Bekannter, die OSPA aus Rostock. In der Vergangenheit konnte wir hier eigentlich immer gewinnen. So auch dieses Mal. Allerdings muss man den Rostockern an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen - sie haben uns das Leben wirklich nicht leicht gemacht. In einer anderen Vorrundengruppen wäre sicher noch mehr für die OSPA drin gewesen, die am Ende Dritter in unserer Gruppe wurde und das Turnier als 26. beendete. Dies zeigt auch, dass das Leistungsniveau der Team immer ähnlicher wird und es kaum noch "leichte" Spiele gibt. Das ist gut so, garantiert es doch Spannung und packende Begegnungen bei den Turnieren.
Als Sieger unserer Vorrundengruppe kamen wir dann in der Zwischenrunde in eine Vierergruppe mit der Sparkasse Rhön-Rennsteig, der HSH Nordbank Hamburg und der Sparkasse Parchim-Lübz. Durch hohe Konzentration und gutes Teamplay konnten wir unsere ersten beiden Spiele gegen die Suhler und die Hamburger relativ deutlich gewinnen. Mit vier Punkten und dem sicheren Wissen für die Endrunde qualifiziert zu sein, ging es dann gegen Parchim-Lübz, die ebenfalls ihre zwei Spiele gewinnen konnten.
In den ersten Ballwechseln wogte das Spiel hin und her. Wir versuchten, konzentriert und mit dem entsprechenden Einsatz ans Werk zu gehen. Nur leider hatten wir ein Problem: unsere Annahme. Jedes Mal, wenn wir den Satzstand ausgleichen konnten, erhöhte Parchim durch Sprungaufgaben und beeindruckend frei aufspielende Nachwuchskräfte den Druck und arbeitete einen Vorsprung heraus. So gingen beide Sätze auch verdientermaßen an die Parchimer, die damit die Zwischenrunde in unserer Gruppe als erster beendeten.
Vieles sprach dafür, dass Parchim mit der gezeigten Leistung ein heißer Kandidat fürs Finale war. Das mussten sie dann auch am nächsten Morgen im K.O.-Spiel für die Teilnahme an der Endrunde der besten 6 Teams unter Beweis stellen. Gegner war die Sparkasse Hagen, die durch eine unglaubliche Bescheidenheit und Zurückhaltung auffällt. Die Hagener waren an diesem Morgen deutlich besser aus dem Bett gekommen und waren hellwach als sie mit großem Kampf den ersten Satz mit 14 Punkten Vorsprung gewinnen konnten. 14 Punkte sind eine ganze Menge, wenn man bedenkt, das ein Satz auf nur 12 Minuten gespielt wurde. Entsprechend schwer, wenn nicht sogar unmöglich sollte es sein, einen solchen Vorsprung wieder aufzuholen. Die Parchimer gaben alles, steigerten sich, stellten die vielen Eigenfehler des ersten Satzes ab und erarbeiteten sich einen 9 Punkte Vorsprung im zweiten Satz. Aufgrund der besseren Ballpunktedifferenz war somit Hagen auch verdient in die Runde der besten 6 eingezogen.
Unser Gegner für das K.O.-Spiel war die Kreissparkasse Löbau-Zittau. Wir wußten, dass jedes Spiel am heutigen Tage ein Endspiel für uns sein würde und gingen entsprechend motiviert ins Spiel. Durch ein konzentriertes Spiel und die Nutzung aller taktischen Möglichkeiten konnten wir den ersten Satz mit 6 Punkten Vorsprung für uns entscheiden. Der zweite Satz zeichnete sich durch einen verbissenen Kampf um jeden Ball auf beiden Seiten des Netzes aus. Zum Ende des Satzes schien uns schon die Luft auszugehen, als die stark spielenden Zittauer einen 5-Punkte-Vorsprung herausgearbeitet hatten. In den letzten beiden Minuten des Satzes konnten wir das Blatt dann doch noch einmal wenden und den Rückstand auf 2 Punkte verkürzen. So waren wir mit dem Abpfiff mehr als glücklich in die Endrunde der letzten 6 eingezogen zu sein.
Zeit zum Luft holen blieb nicht, hieß es doch gleich nach dem Spiel: Landesbank Berlin bitte auf Feld 2 gegen die Kreissparkasse Merseburg-Querfurt, unseren ersten Endrundengegner. Auch dieses Spiel war wieder mal kein leichtes, mußten wir doch alle spielerischen und taktischen Register ziehen, um das Spiel letztlich gegen einen entnervten Gegner zu gewinnen. An dieser Stelle nochmal ein Sorry wegen der Auszeit, aber wir hatten nun mal eine und die wollten wir auch nehmen ;-).
Mit deutlichen Ermüdungserscheinungen nach diesen zwei schweren Spielen hieß es dann auch gleich direkt nach dem Schlusspfiff: Landesbank Berlin bitte auf Feld 3. So traten wir zu unserem dritten Spiel in Folge an. Der Gegner aus München, die KSK, ließ uns keine Zeit zum Luft holen, baute den entsprechenden Druck auf und führte schnell im ersten Satz. Nach einer Auszeit und der entsprechenden Motivation durch den Coach und der Beschwörung des Teamgeistes lief es spielerisch besser für uns, so dass wir den Satz mit 15:12 gewinnen konnten. Mit drei gewonnenen Sätzen aus 2 zu bestreitenden Spielen, war das Halbfinale in greifbarer Nähe. So wechselten wir im zweiten Satz durch. Leider konnte die Spielerkonstellation durch mangelnde Abstimmung untereinander und Unstimmigkeiten, über die vom Coach durchgeführten Wechselmaßnahmen, nicht ins Spiel finden und verlor klar mit 8:23. Statt sich über den Einzug ins Halbfinale zu freuen, schien die Stimmung im Team plötzlich umzuschlagen. Aus diesem Grund fand sich die gesamte Mannschaft zu einer Aussprache vor der Halle ein. Die Gründe für die Unstimmigkeiten wurden besprochen und man besann sich wieder darauf, warum man nach Saarbrücken gefahren war: um Volleyball zu spielen.
Im Halbfinale erwartete uns dann die KSK Hagen, die ja schon Parchim alle Titelträume genommen hatte. Das Team um Martin wirkte erschöpft und konnte aus der Verwirrung über unsere Aufstellung zu Satzbeginn keinen Vorteil ziehen. Mit großen Kampf konnten wir gegen die Hagener gewinnen, die zu keinem Zeitpunkt aufgaben und uns alles abverlangten.
Superglücklich feierte unser Team die zweite Finalteilnahme bei den German Masters seit 1997. Wirklich keiner im Team hatte wohl ernsthaft damit gerechnet, waren wir doch ohne einige wichtige Spieler angereist. Entsprechend stolz waren wir bei der Ankündigung der Mannschaften im Finale. Gegner war kein geringerer als die Sparkasse Vogtland - der Titelverteidiger.
Wir versuchten alles zu geben. Angefeuert vom Team der Berliner Sparkasse konnten wir zeitweise einen 4-Punkte-Vorsprung herausarbeiten. Doch die Vogtländer wußten ebenso um ihre Chance. Angefeuert vom Publikum plazierte Matthias von den Vogtländern eins um andere Mal seine Hinterfeldangriffe in unserem Spielfeld. Dagegen fanden wir kein Mittel, so dass der Satz bei 20:20 wieder ausgeglichen war. Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit reichte, um Vogtland auf 23:21 davonziehen zu lassen. Auch eine Auszeit konnte die 25:21 Niederlage im ersten Satz nicht verhindern. Wir wussten, dass es im zweiten Satz umso schwerer werden würde, konnte Vogtland doch jetzt etwas befreiter aufspielen. Immer wieder schlugen die Hinterfeldangriffe auf unserer Seite ein. Wir selbst verstanden es nicht, den notwendigen Druck über außen zu erzeugen, obwohl wir aus einer stabilen Annahme agierten und unsere Zuspieler wie auch bei den Vogtländern gute Pässe stellten. Der zweite Satz endete dann mit einer Sprungaufgabe, die durch eine leichte Deckenberührung den Punktgewinn für den verdienten alten und neuen Champion - die Sparkasse Vogtland - brachte. Wir gratulieren Vogtland zu der erfolgreichen Titelverteidigung und bedanken uns bei allen, die uns angefeuert haben.
Am Abend ging es dann zur Saarlandhalle, wo die Players-Night stattfinden sollte. Erste Überraschung war die Getränkekarte, auf welcher wir "anspruchsvolle" Preise entdecken konnten. Die extreme Hitze in den Räumlichkeiten sowie das späte Essen um 21 Uhr nach bereits erfolgter Anreise um 19.30 Uhr sorgte für weiteres Unbehagen. Die Siegerehrung war dann auch für 22.30 Uhr anberaumt. Bis dahin mußten wir uns selbst mit Musik versorgen, also gewissermaßen altbekannte Hüttenschlager trällern, da der DJ noch nicht im Dienst zu sein schien. Nach einer relativ lieblosen Siegerehrung, auf der eher die Mannschaften für Stimmung sorgten (Wir-wolln-die-Raupe-sehen...), präsentierte sich der Überraschungsausrichter der 19. German Masters: die KSK München-Starneberg (www.bsg-kskms.de). Die Präsentation der Münchener beeindruckte viele im Saal und zeigte, über welche Erfahrungen die Münchener verfügen, hatten sie doch nur knappe 8 Wochen Zeit, entsprechende Vorbereitungen zu treffen.
Am nächsten Morgen traten wir dann wieder unsere Rückreise nach Berlin an. Als Fazit bleibt aus unserer Sicht: sportlich war Saarbrücken eine Reise wert. Nur beim "Drumherum" haben wir ein wenig das Gefühl vermisst, bei deutschen Meisterschaften zu sein. Wir möchten trotzdem allen Organisatoren für die geleistete Arbeit unseren Dank aussprechen.

Autor: Dirk Radosta


Aus der Sicht eines Spk-lers:
Mit der 2. Mixed-Mannschaft zu Pfingsten im Saarland

Wieder einmal hieß es für die gemischte zweite Mannschaft der Berliner Sparkasse, die Ehre bei den deutschen Meisterschaften zu verteidigen. Unsere regelmäßigen Leser wissen bereits, dass sich seit 1987 alljährlich volleyballverrückte Sparkassen und Landesbanken finden, um den deutschen Mixed-Meister zu ermitteln. Also gings per Bahn nach Saarbrücken, wo wir unterwegs einen ICE-Großraumwagen mehrheitlich besetzten und damit gleichzeitig die Stimmung im Waggon Olympiastadion-ähnlich wurde. Schließlich musste die Vorfreude auf das sportliche Großereignis gemeinsam mit unserer ersten Mannschaft von der LBB genossen werden. Die vier Stunden bis Frankfurt/Main vergingen für uns wie im Fluge (und die anderen Fahrgäste machten wahrscheinlich drei Kreuze…).

Der Rest der Strecke wurde im sogenannten Schaukelexpress zurückgelegt: ein moderner Vorortzug der DB schlingerte zwei Stunden durchs Rhein- und Saartal bis zum Ziel. Das ist leider einigen von uns nicht so gut bekommen. Deshalb ein Verbesserungsvorschlag an die DB: legt „scarfbags“ aus. Wer nicht weiß was das ist, sollte mal ans Fliegen denken!

Wir erreichten dann gegen 0.30 Uhr das Novotel am Stadtrand von Saarbrücken. Wie wir einige Tage später von einem kundigen Taxifahrer lernten, befindet sich nur wenige hundert Meter entfernt die deutsch-französische Grenze und dort der Spicherer Berg, auf dem Napoleon 1870 vorentscheidend von preußischen Truppen geschlagen wurde. Ob das ein gutes Omen für uns war?

DABEI SEIN IST ALLES lautete unser (unausgesprochenes) Motto. Der Anspruch der Sparkassenmannschaft ist jedes Mal hoch (O-Ton Ingo: „…und vorne möchte ich eine zwei sehen!“). Die Realität bedeutete dann: wieder nur in acht Spielen zwei Mal gewonnen und vorne nur eine drei erreicht. Aber der Reihe nach!

In der Vorrunde am Samstag traten wir frisch und fröhlich gegen Essen und Parchim-Lübz an (ja, das sind die mit dem Leuchtturm-Bier aus der Werbung!) … und verloren erstmal beide Spiele jeweils 0:2. Toll! Aber wir kannten unser anfängliches Leistungsloch ja aus den Vorjahren und so erklärten wir diese beiden Mannschaften zu übermächtigen Gegnern (die am Ende den 10. und 19. Platz belegten).

Nach einem Hallenwechsel hieß es, den Schweinfurtern und Kaufbeurern in der Zwischenrunde zu zeigen was eine Harke ist. Alle gaben ihr Bestes (oder glaubten es zumindest…). Eine spektakuläre Aktion jagte die andere. Katrins megamäßiger Schmetterball in den 3-Meter-Raum machte alle sprachlos – sie hämmerte den Ball nämlich auf unsere eigene Spielfeldhälfte!!! So stellte sich der Erfolg auch nur teilweise ein. Beide Spiele gingen 1:1 aus. Da zählten dann die Satzpunkte und wir verloren mit nur 4 bzw. 5 Punkten Unterschied auch diese beiden Spiele. Das war steigerungsfähig!

Zunächst aber besuchten wir einen italienischen Abend in einer der Sporthallen. Dort wurden bei leckerem Pastabuffet und typisch südeuropäischen Getränken (z.B. Becks…) die sportlichen Leistungen analysiert und die teilweise jahrelangen Kontakte zu den anderen Mannschaften gepflegt (Prost!). Ein Teil von uns besuchte stattdessen die langjährigen Volleyball-Freunde in Großblie in Frankreich, das ganz in der Nähe liegt. Auch dort wurde ein netter ausgelassener Abend gefeiert.

Am Sonntagmorgen verfolgten wir das Ziel: ALLES WIRD GUT! Die Spiele vom Vortag waren vergessen. Neue Aufgaben warteten auf uns: Rostock und Torgau wollten besiegt werden! Dachten wir jedenfalls. Unerklärlicherweise wehrten sich die Gegner jedoch und wieder spielten wir zweimal 1:1. Und die Satzpunkte entschieden wieder gegen uns: nur drei und EIN (!) Punkt weniger als unsere Gegner. Andere nennen das Schicksal, so fügten wir uns in eben dieses. Am Mittag ging es in die Endrunde: Kampf um die Plätze 30 bis 34!

Und auch hier waren wir wirklich mit Spaß an der Freude dabei und unterlagen zunächst der Hamburger Sparkasse. Im letzten Spiel gings dann nochmals gegen Schweinfurt. Nach einem klaren 2:0 errangen wir souverän den 31. Platz…;-))

Ganz besonders zu erwähnen ist, dass wir bei diesem Turnier nur mit der Mindestanzahl Spielerinnen anreisen konnten, da alle andere Damen unabkömmlich waren. EIN GROSSER DANK AN KAREN, KATRIN UND MAGGIE, die in acht Spielen mit zusammen fast drei Stunden Spielzeit alles gegeben haben. Als Zeichen der grenzenlosen Bewunderung dieser tollen Leistung warfen sich nach dem letzten Spiel alle Herren unserer Mannschaft den Damen im Hechtbagger zu Füßen und spendeten minutenlang Applaus. Leider versagten in diesem Moment die Kameras der internationalen Sportpresse, so dass dieses denkwürdige Ereignis leider nicht im Bild festgehalten wurde…

Am Nachmittag wurde aufgrund des guten Wetters der kleine Pool des Novotels von sehr, sehr vielen Spielern aller Mannschaften heimgesucht. Entsprechend ruhig ging es dort zu. Abends führte der Bus-Shuttle alle zur Players-Night in die Saarlandhalle. Da die eigentliche Halle wohl zu groß für die schätzungsweise 400 Gäste war, fand das Essen und die Siegerehrung in einem Vorraum statt. Er hatte den Charme eines Verbindungsganges zwischen zwei Messehallen und so kam auch wenig Stimmung auf.

Nur ein Tisch, der unbeugsam allen Versuchen trotzte die Stimmung zu töten, gab sein Bestes: die BERLINER sangen was das Zeug hielt!!! Unser Repertoire war mäßig. Es enthielt zunächst nur den schulbekannten Song: WIR HABEN HUNGER, HUNGER, HUNGER…. Der Nebentisch aus Hamburg war auch nicht stimmschwach und legte mit deutlichen Worten nach. Sie sangen irgendwas von DURST, DURST, DURST. So sah sich der Veranstalter nach etwa einer halben Stunde genötigt, dem unkoordinierten Lärm durch die Eröffnung des Buffets ein Ende zu bereiten.

Aber er hatte die Rechnung nicht mit unserem Christian gemacht. Nachdem auch lange nach dem Essen wieder nichts passierte, außer dass der Diskjockey am anderen Ende Musik in Zimmerlautstärke spielte, übernahm er die Chorleitung. Er führte mit einer unerhörten Textsicherheit durch die komplette Liederfibel aus der Schulzeit. Die Kehlen wurden rauer und der Getränkeumsatz höher. Vorne wurden erste Bewerbungen für die Fischer-Chöre angenommen.

Am Ende waren nach der Siegerehrung und der wirklich netten Präsentation des nächsten Ausrichters Kreissparkasse München alle so geschafft, dass man erst einmal ausgiebig tanzte (der DJ hatte den Verstärker gefunden!). Man sollte nicht glauben, welche Tanzwut nach zwei Tagen Sport in vielen noch steckte. Dank eines permanenten Bus-Shuttles zurück zu den Hotels konnte auch dieser Tag irgendwann gemütlich beendet werden.

Die Heimreise am Pfingstmontag verlief naturgemäß relativ ereignislos. Weder der Schaukelexpress war eine echte Herausforderung, noch nahmen wir die extra unseretwegen im ICE-Großraumwagen installierten Lärmschutzwände wahr. Gegen 18 Uhr hatte uns die Hauptstadt wieder. Auf Katrins Nachfrage wollte sich seltsamerweise fast niemand zum allwöchentlichen Training am Mittwoch einfinden. Wahrscheinlich hatten wir einfach zuviel gesungen und getanzt… ABER SPASS HATS GEMACHT. Bis zum nächsten Mal!

Euer Schattenwerfer


Die Plazierungen im Überblick
Platz Mannschaft
1. Spk Vogtland
2. Landesbank Berlin
3. Spk Hagen
4. KSK München-Starnberg
5. Stadtsparkasse Köln
6. KSK Merseburg-Querfurt
7. Spk Wetterau
8. KSK Löbau-Zittau
9. KSK Saarlouis
10. Spk Parchim
11. Stadtsparkasse Remscheid
11. Spk Saarbrücken
13. Spk Rhön-Rennsteig
14. KSK Bitterfeld
15. Stadtsparkasse Wuppertal
16. Dekabank Frankfurt
17. Spk Bremen
18. Spk Mönchengladbach
19. Spk Essen
20. Spk Stade-Altes Land
21. Landesbank Baden-Württemberg
22. Spk Hilden, Ratingen, Velbert
23. HSH Nordbank Hamburg
24. Vereinte Spk Landkreis Weilheim
25. Stadtsparkasse München
26. OSPA Rostock
27. Spk Nirgendwo
28. Spk Kaufbeuren
29. Spk Leverkusen
30. Hamburgische Spk
31. Spk Berlin
32. Städtische Sparkasse Schweinfurt
33. Spk Pforzheim-Calw
34 KSK Torgau-Oschatz



 
     
   


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Letzte Änderung am Dienstag, 28.10.2003 0:21